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Was tut mir gut

Buchrezension: Tipps und Informationen für die Eigeninitiative

DCCV Arbeitskreis Komplementärmedizin

 

Wie in der Einleitung des Buches „Was tut mir gut bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa“ der CED-Hilfe e. V. Hamburg beschrieben, handelt es sich um eine Sammlung von Texten aus der Vereinszeitschrift „CED-Info“ der CED-Hilfe mit Informationen und Tipps zur Eigeninitiative.

Inspiriert durch viele Beratungsgespräche, in denen nach ergänzenden Methoden zur Schulmedizin gefragt wurde, entstand die Idee, die Artikel zu einem Buch zusammenzufassen. Mit den beschriebenen Methoden soll Betroffenen eine Hilfe geben werden, besser mit der Krankheit umzugehen und eine höhere Lebensqualität zu erreichen. Es wird darauf hingewiesen, dass damit kein Ersatz für einen kompetenten medizinischen Rat geboten wird.

Die Artikel sind in 7 verschiedene Themenbereiche eingeteilt. In dem einleitenden Thema „Selbstheilungskräfte aktivieren“ wird der Einfluss des Gehirns mit seiner Fähigkeit von Gedanken und Vorstellungen auf unsere Gesundheit aus neurobiologischer Sicht beschrieben.

Im nächsten Abschnitt geht es um „Schmerzen bei CED“, wobei nach allgemeinen Vorschlägen, wie z. B. verschiedenen Wärmeanwendungen und Entspannungsübungen, weiterführende Empfehlungen für die Ernährung bei „Gelenkbeschwerden“, „Bauchschmerzen bei Stenosen“ und „schmerzhaften Blähungen“ gegeben werden.

Unter der Überschrift „Ernährung“ gibt es die Artikel zu „Ernährung, Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei CED und Reizdarmsyndrom“, „Süße Droge Zucker“ und „Chaos im Darm durch Zuckerunverträglichkeiten“.

Anschließend folgt die Rubrik „Homöopathie und Schüßler-Salze“. Nach der Einführung in die Entstehungsgeschichte und der Erläuterung der Wirkprinzipien gibt es eine Tabelle mit einer Homöopathischen Hausapotheke und die Liste der zwölf Basissalze nach Dr. Schüßler.

Die Beiträge zur „Anthroposophischen Medizin“ zur „Osteopathie“ und zur „Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)“ werden unter Komplementäre Heilmethoden aufgeführt.

Den größten Bereich stellt das Thema „Pflanzenheilkunde“ dar. Hier gibt es neben weiteren pflanzlichen Arzneimitteln ausführliche Informationen zu Gelbwurz, Heidelbeere, Ingwer und Weihrauch.

Im letzten Teil geht es um “Psyche und Selbsthilfe“ mit Themen wie „Innere Stärke durch Resilienz und Salutogenese“, „Placebo – Wirkung ohne Wirkstoff“ und „Psychische Einflüsse bei CED und Reizdarm“.

Die wichtigste Botschaft des Buches, die vielfältigen Möglichkeiten zur Förderung der Eigeninitiative, wird durch die große Anzahl an Artikeln zu Methoden und Arzneimittel aus der Komplementärmedizin verdeutlicht. Insbesondere bei einer chronischen Erkrankung ist die Eigeninitiative der Motor für Hoffnung und mehr Lebensqualität.

Es gibt viele Berichte zu unterschiedliche Themen, aber es handelt sich nicht um einen umfassenden Überblick über alle derzeit existierenden Verfahren. Diesen Anspruch haben die Autoren dieses Buches auch nicht gehabt. Neben informativen und aufklärenden Artikeln, wie über Zucker, beschreiben die meisten Texte Methoden und Arzneimittel aus der Komplementärmedizin, die ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden können. Im Gegensatz zu Alternativtherapien, welche anstelle von gesicherten Therapien benutzt werden sollen; solche sind laut den Leitlinien für Morbus Chron und Colitis ulcerosa abzulehnen.

Komplementäre Therapien, welche als Ergänzung einer Standardtherapie angewendet werden, sollten in Absprache mit den behandelnden Ärzten erfolgen und können eine Standardtherapie unterstützen. In einer Studie zur Mind-Body-Therapie von 2007 konnte ein positiver Effekt nachgewiesen werden, so dass die Mind-Body-Therapie als Empfehlung in die Leitlinien aufgenommen wurde.

Nach diesem kleinen Ausflug zur Komplementärmedizin in den Leitlinien, zurück zum Buch „Was tut mir gut“ bei Morbus Chron und Colitis ulcerosa. Es gibt zum Teil recht ausführliche Informationen zu einzelnen Bereichen in der Pflanzenheilkunde und zur Homöopathie. Andere Bereiche wie TCM oder Anthroposophische Medizin sind nur kurz umrissen. Berichte zur Mind-Body-Therapie (Ordnungstherapie) und zur Ayurvedischen Medizin, die neben der TCM und der Anthroposophischen Medizin zu den 4 wichtigsten Systemen ganzheitlicher Medizin gehören, fehlen ganz. In vielen Artikeln gibt es Hinweise auf weiterführende Literatur. Für Betroffene, die sich bisher noch nicht mit den Themen Eigeninitiative und Komplementärmedizin beschäftigt haben, ist dieses Buch ein guter Einstieg. Für Fortgeschrittene gibt es bestimmt den einen oder anderen neue Tipp und das Buch kann eine gute Anregung sein Altbekanntes wieder neu zu entdecken.

Verfasser

CED-Hilfe e.V. Hamburg,

„Was tut mir gut“ bei Morbus Chron und Colitis Ulcerosa

DIETRICH GMBH PRINTDIGITAL

135 Seiten

Maße 140 * 210 cm

Beziehbar:

CED-Hilfe e.V., Brauhausstieg 15-17, 22041 Hamburg

E-Mail: ced-hilfe@t-online.de

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